| Es ist noch nicht so lange her, dass kein Mensch nach Kuba fuhr. Jedenfalls nicht, um dort Urlaub zu machen. Inzwischen reisen jährlich fast 2 Mio. Urlauber aus aller Welt in das sozialistische Karibikparadies. Diesen Sprung schaffte Kuba praktisch innerhalb des letzten Jahrzehnts. Ferienresorts wurden aus dem Boden gestampft, sozialistische Erholungsheime in moderne Hotels umgewandelt, eine Infrastruktur mit Museen, Freizeitparks, Restaurants, Bars, Shoppingmeilen, Autoverleihern geschaffen, Wanderwege in Nationalparks angelegt, viele Kulturschätze vor dem Verfall gerettet und restauriert, Straßenränder mit Blumenbeeten geschmückt, Propagandaschilder im Design dem internationalen Zeitgeist angepasst und für den Zahlungsverkehr ein Dollar-Devisen-Währungssystem installiert. Eine Leistung, die dem sozialistischen Staat kaum jemand zugetraut hätte. Kuba hat den Touristen den roten Teppich ausgerollt, um in einer kapitalistischen Welt, in der es die mächtigste Nation zum Gegner hat, überleben zu können. David im Clinch mit Goliath - die Sympathien der Welt sind längst auf der Seite des Schwächeren. |